Einrichtung eines Gemeinschafts-Nähsaals

Im letzten Herbst 2019 spendete der Weltladen Duisburg-Rumeln dem ZAC e.V. 2.000 Euro für die Anschaffung von 10 Nähmaschinen für unser geplantes Projket „Nähsaal“.

Was uns vor das große Problem stellte, welchen Frauen wir diese begrenzte Anzahl Nähmaschinen zur Verfügung stellen können, ohne dass damit innerhalb der Community so etwas wie Neid bei denen aufkommt, die nicht bedacht werden können.

Wir haben, so glauben wir, eine gute Lösung herbeigeführt. Mit dem Leiter des Lutindi Mental Hospitals, Dr. Marwa, auf dessen Areal unsere tansanische NGO „C.B.R.O.“ auch ihren Sitz hat, trafen wir folgende Vereinbarung:

das Hospital stellt uns dauerhaft und kostenfrei einen für die Installation von 10 Nähplätzen entsprechend geeigneten Raum zur Verfügung, in dem die Maschinen aufgestellt und die Nähplätze eingerichtet werden. Der Raum wird auf unsere Kosten renoviert und hergerichtet. In diesem Raum bieten wir Nähkurse für interessierte Frauen aus Lutindi an, vorrangig Frauen, die sozial schlechtgestellt sind. Gleichzeitig können aber auch Patientinnen des Hospitals im Rahmen einer Ergotherapie hier eine Ausbildung zur Näherin absolvieren.

Neben dem Ausbildungsgedanken können die Nähmaschinen aber auch von den Frauen für eigene Näharbeiten genutzt werden. Stichwort „Nähmaschinen-Sharing“.

Wir als ZAC stellen zudem eine Erstausstattung an notwendigen Stoffen und Nähmaterialien. Damit sollen landestypische Produkte aus landestypischen Stoffen hergestellt werden (z.B. Schals, Umhänge, Shirts). Die Produkte können dann, so das Angebot des Weltladens Rumeln, im Weltladen verkauft werden und die Erlöse gehen zu 50% an die nähenden Frauen und zu 50% an das chronisch unterfinanzierte Lutindi Mental Hospital.

Wir haben das Dach des zugewiesenen Raumes reparieren, Wände verputzen und hell streichen lassen. In Daressalam wurden vorab zehn Nähmaschinen unterschiedlicher Baureihen (Butterfly und elektrisch) gekauft und nach Lutindi transportiert. Ein Schreiner baute einen großen Zuschneidetisch. 

Im Februar 2021 begann die erste Ausbildungsreihe mit einer 8er-Gruppe durch eine extra dafür engagierte Schneiderin. Weitere Gruppen werden folgen. Danach kann die selbständige Arbeit beginnen und wir das Projekt als abgeschlossen betrachten.

Eine schöne Möglichkeit für die Frauen, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern und für das Lutindi Mental Hospital, eine neue Therapie anzubeiten.

(Slideshow folgt)