1.000 blühende Bäume für Lutindi

Mitte Mai 2022 wurden die 1.000 Schößlinge heimischer Baumarten auf der neu gebauten Straße zum Kinderdorf-Baugelände mithilfe der Schüler*innen der Lutindi Primary School gepflanzt.

Angepflanzt wurden jeweils zur Hälfte die gelb blühende Sorte Markarema lutea (Palisanderholzbaum) und die blau blühenden Sorte Jakaranda mimosfolia (Sialbaum). Beide Sorten gehören zu den mittlerweile seltener gewordenen heimischen Gehölzen. Mit der Anpflanzung leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Erosionsverhinderung, sondern auch aktiv zum Arten- Natur- und Umweltschutz. 

Als Dankeschön gab es von der „World Permaculture Association„, die die Pflanzaktion begleitete, ein T-Shirt für Ombeni. Geliefert wurden die Bäume von der „Friends of Usambara-Society“, die sich für die Nachzucht seltener heimischer Gehölze seit Jahren in den Usambara-Bergen einsetzt.

Es wurde aber nicht nur gepflanzt. Für die Kinder gab es gleich vor Ort eine Lehrstundezum Thema Natur- und artenschutz und damit zur Wichtigkeit des Erhalts der heimischen Natur. Und alle hatten Spaß dabei.

Charity-Golfturnier 2022 „Golfer helfen – Swing for Charity“

Die Kanzlei am Kaiserberg richtet auch in diesem Jahr das traditionelle Golfturnier „Golfer helfen“ unter dem Motto „Swing for Charity“ zugunsten der ZAC-Projektarbeit aus.

Start auf dem Grün ist der 19.08.2022 um 11.00 Uhr auf der Golfanlage „Golf & More“ in Duisburg Huckingen.

Infrastrukturelle Nebenprojekte

In Erweiterung unseres Vereinszweckes, legitimiert durch unsere Satzung, unterstützen wir die Menschen in der Region Tanga, vornehmlich in Lutindi, mit infrastrukturellen Projekten neben unserem Hauptziel, dem Bau des Kinderdorfes „Angaza Children´s Village“.
Alle Einzelmaßnahmen dienen der Verbesserung der Lebensumstände sowie der Gesundheit und der Förderung von schulischer und nachschulischer Bildung.

Zudem ist unsere gezielte Hilfe für die Bevölkerung ein wesentlicher Baustein für die kommunale Akzeptanz unseres Hauptprojektes.

Unsere Unterstützung kann vielfältiger Natur sein. Sie ist primär darauf ausgerichtet, dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu folgen. 

„Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“ | Konfuzius

Kardiologische Geräte für Arusha

Im März 2022 fragte der stellvertretende tansanische Minister für Gesundheit, den unser Projektmanager vor Ort im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Augenklinik kennengelernt hatte, bei unserer NGO an, ob wir in der Lage sein würden, für eine Klinik in Arusha medizinische Gerätschaften gegen Bezahlung zu beschaffen und zu verschiffen.
Da wir nicht mit Gerätschaften handeln, konnten wir der Bitte in dieser Form so nicht entsprechen. Aber kostenfrei schon.

Auch hier konnte unser kooptierter Berater Michael Bülhoff sein umfassendes Netzwerk aktivieren und innerhalb nur einer Woche mit der guten Nachricht aufwarten, dass er die vom tansanischen Minister gewünschten medizinischen Gerätschaften und Einrichtungsgegenstände in neuwertigem Zustand von einem Spender beschaffen konnte. Der Zeitpunkt war natürlich ideal, da wir diese Geräte in den Container mit den Gerätschaften für die Augenklinik beipacken konnten.  

Medizinische Hilfsprojekte

Im Rahmen unserer Satzung wollen wir auch einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Menschen in der Region Tanga leisten. Hauptsächlich unterstützen wir dabei unseren langjährigen Kooperationspartner, das Lutindi Mental Hospital mit seinen Stationen in Lutindi und in Korogwe.

Soweit es in unseren Möglichkeiten stehen, helfen wir auch in enger Abstimmung mit dem tansanischen Gesundheitsministerium, zu dem wir gute Kontakte pflegen, medizinische Gerätschaften, Krankenhauseinrichtungen und medizinische Materialien zu besorgen und nach Tansania zu verschiffen. Die einzelnen Ergebnisse dieser Arbeit sind in den Untermenüs beschrieben.

Aufbau einer Augenklinik

Anfang 2021 ist das Deutsche Blindenhilfswerk auf uns zugekommen mit der Frage, ob wir uns am Aufbau einer Augenklinik in Tansania beteiligen würden. Erste Gespräche mit dem DBHW haben dann den gemeinsamen Rahmen abgesteckt, der den Weg dahin beschreiben sollte.

Vordringlich war die Frage zu klären, welcher Bedarf an augenärztlicher Versorgung in Tansania generell und im Besonderen in der Region Tanga besteht. Grundsätzlich war bekannt, dass speziell der unbehandelte Graue Star als Volkskrankheit eingestuft werden muss, der in nicht wenigen Fällen zum Verlust des Augenlichtes führt. Die Frage der tatsächlichen Größenordnung konnte aber nur vor Ort über einen tansanischen Fachspezialisten geklärt werden, der schon mit dem DBHW zusammengearbeitet hatte dann in unserem Auftrag die Daten einholte. Die Analyse ergab einen hohen Bedarf und damit eine eklatante medizinische Unterversorgung.  

Zentrale Aufgabe des ZAC war es nun, aufgrund der vorhandenen Kontakte unserer tansanischen NGO, der C.B.R.O., die entsprechend zu beteiligenden Institutionen an einen Tisch zu bringen, um die Frage der Unterstützung beim Aufbau durch staatliche und kirchliche tansanische Stellen zu klären.

Wir haben Vertreter des Gesundheitsministeriums, den Bischof der Evangelical Lutheran Church in Tanzania (ELCT), den Leiter des Lutindi Mental Hospitals sowie ranghohe Vertreter der Bezirksregierung gemeinsam mit dem tansanischen Berater für die augenheilkundliche Projektentwicklung an den runden Tisch gebracht und von allen Seiten große Zustimmung für das Projektvorhaben erhalten, ohne dass schon die einzelnen Verantwortlichkeiten geklärt werden konnten. Die ELCT hatte schon im Vorfeld die Bereitschaft signalisiert, für eine Augenklinik die Räumlichkeiten in einem recht neuwertigen Gebäude kostenfrei zur Verfügung stellen zu wollen.

Parallel hat der ZAC das Angebot des Rotariers Michael Bülhoff erhalten, eine gebrauchte, hochwertige und komplette Retina-Station zur Verfügung zu stellen, wobei wir uns nur um den Transport zu kümmern hätten.

Doch zuvor waren noch Basisdaten zu erheben, da das Projekt nach folgendem Prinzip aufgebaut werden soll, damit es effizient wirken kann und damit auch eine entsprechende nachhaltige Kostenstruktur entsteht:

In für Patienten zentral erreichbarer Lage in Korogwe soll die Klinik (siehe das vorgesehene Gebäude in der Slideshow) als solche errichtet werden. Hier könnten alle notwendigen Augenoperationen für die Region Tanga durchgeführt werden. In der Region gut verteilt sollen noch Schwestern in vier bis fünf Standorten ausgebildet werden, die dann potentielle Patienten an die künftige Augenklinik in Korogwe überweisen sollen. Nur so kann eine sinnvolle Durchdringung und damit auch sinnvolle Auslastung der Klinik gewährleistet werden.

Ärzte, Schwestern, Räumlichkeiten, Energiekosten und auch noch die weitere technische Ausrüstung müssen langfristig und nachhaltig finanziert werden. Das tansanische Gesundheitsministerium sowie die Kirche müssen noch eine schriftliche Erklärung abgeben, diese entstehenden Zukunftskosten zu übernehmen. Das DBHW wird sich nach Vorlage der noch abzugebenden Erklärungen dann um die medizinische Ausbildung kümmern. ZAC hat sich angeboten, die Verwaltung zu übernehmen.

Die Ermittlung der Folgekosten wurde bereits durch den Berater durchgeführt. Nun stehen Gespräche mit der Kirche und dem Gesundheitsministeriums an, um diese Kosten zu beleuchten und eine Zustimmung für die Übernahme der jeweils beteiligten Parteien einzuholen, ohne die das Projekt nicht realisiert werden könnte. Die Signale sind jedoch von allen Seiten positiv. Wir hoffen, bis zum Herbst 2022 alle erforderlichen Fragen geklärt zu haben und dann in die Umsetzung gehen zu können.

Ungeachtet der finalen Ergebnisse dieser Gespräche und einer offenen Beteiligung durch das DBHW (hier steht noch ein grundsätzlicher Vorstandsentscheid über die Grundsätzlichkeit einer Beteiligung und deren möglichem Umfang aus) haben wir Dank der Netzwerke unseres kooptierten Beraterfreundes Michael Bülhoff Spenden von zwei kompletten und gut erhaltenen Refraktionseinheiten samt wichtigem Zubehör aus Alpen/Niederrhein und Eschweiler erhalten. Diese beiden Geräte haben wir selber bei den Spendern in einer gemeinsamen Tagesaktion abgeholt und nach Bottrop gebracht. Das engagierte Speditionsunternehmen AStrans/Bottrop, das für uns auch alle Formalitäten des Exports übernommen hat, schicke den seefertig gepackten Container in Richtung Tansania.