Charity-Golfturnier 2021 „Golfer helfen“

Zum dritten mal hat die Kanzlei am Kaiserberg unter federführender Organisation durch Ronny Jasinski zum Golfturnier „Golfer helfen“ zugunsten der ZAC-Projektarbeit auf dem Grün der Anlage „Golf & More“ in Duisburg-Huckingen geladen. Das mittlerweile traditionelle Turnier nimmt familiäre Züge an, weil viele Golfer und Sponsoren seit dem ersten Turnier dabei sind.

Rund 70 Golfer waren wieder am Start, darunter auch wieder ehemalige Spieler des MSV Duisburg, wie beispielsweise Marvin Compper, Werner Schneider, Ferry Schmidt, Rainer Schütterle, Erdal Keser, Rudi Seliger sowie Peter Neururer..

Trotz widriger Wetterbedingungen wurden an diesem Turniertag teils herausragende Ergebnisse erzielt. Den Organisatoren, Sponsoren und Golfern gilt unser ganz besonderer Dank für ein gelungenes Turnier, in dessen Ergebnis über 12.000 Euro für unsere Projektarbeit zusammenkamen. Den Golfern winkten tolle Preise, viel Spaß auf dem Grün und beim geselligen Zusammensein und teilweise auch eine Verbesserung des eigenen Handicaps.

Brücke zum Grundstück

Der Weg zu unserem 91.000 m² großen Baugrundstück führt über einen Bach, der in den Regenzeiten viel Wasser führen kann und geht dann recht steil über unseren selbst angelegten, rund 1,3 km langen Weg, den wir noch zur Straße ausbauen müssen, auf unser Baugrundstück. 

Um den Weg zur Straße ausbauen zu können und damit auch Baufahrzeuge das Grundstück erreichen können, müssen wir zuerst eine auch für Lastkraftwagen befahrbare Brücke über den Bach am Fuße unseres Weges bauen. Die Brücke wurde mit einer Länge von zwölf Metern und einer Breite von 5 Metern geplant. Im Juni 2021 haben die ersten Bauarbeiten begonnen. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten wies die Brücke eine Länge von 25 Metern und eine Breite von 5 Metern. 

Nunmehr können die Bauarbeiten zur Erweiterung unseres Weges zum Grundstück auf Straßenbreite auf einer Länge von 1,3 km in Angriff genommen werden damit auch schwerere Transportfahrzeuge mit Baumaterialien das Grundstück erreichen können.

 

Dokumentation der Baumaßnahmen

In dieser Rubrik wollen wir auf die einzelnen Bauabschnitte einzeln eingehen, um somit ein detailliertes Bild von den einzelnen Gewerken abzubilden.

Diese Einzelbaumaßnahmen können über das entsprechende Untermenü aufgerufen werden.

Gefährlicher baulicher Zustand des Tamota Primary Schulgebäudes

Im Rahmen der Erneuerung von Schulmöbeln durch den ZAC an der Primary- und Secondary School in Lutindi erreichte uns Anfang März 2021 ein Bericht von Ombeni bezüglich der dramatischen baulichen Zustände an der Primary School in Tamota, einem der fünf Dörfer von Lutindi. Die Bilder sprechen für sich und zeigen in aller Deutlichkeit die Baufälligkeit dieses Gebäudes.

Speziell bei den drei Klassenräumen im Außenbereich stellen sich bei jedem Statiker die Nackenhaare hoch. Man hat zwar versucht, ein neues Schulgebäude in Eigenregie zu bauen, allerdings gingen schnell die finanziellen Mittel aus und zurück blieb eine Bauruine. 

Im ersten Schritt haben wir Sorge dafür getragen, dass die ausgetauschten Tische und Stühle aus der Primary School überarbeitet (aufgehübscht) und nach Tamota verbracht werden. Selbst das ist schon ein Fortschritt für diese Schule.

Aber eigentlich gehört diese aus unserer Sicht für die Kinder höchst gefährliche Konstruktion so schnell wie möglich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Derzeit fehlen uns allerdings dazu freie Mittel.

Wir würden uns daher sehr über zweckgebundene Spenden oder auch um eine Objektpatenschaft unter dem Stichwort „Neubau Tamota-Schule“ freuen. Nach einer ersten Einschätzung denken wir, dass wir mit einem Kapitaleinsatz von kalkulierten 20.000 Euro dort eine neue, menschenwürdige Schule bauen könnten.

Beschaffung von Schulmöbeln für die Primary- und Secondary-School School

Die Primary School in Lutindi ist ein altes Gemäuer, das renovierungsbedürftig ist. Dennoch erfüllt die Schule ihren Zweck und ist, gemessen an anderen Schulen in Lutindi Ward (so der Überbegriff für die fünf Dörfer, die Lutindi bilden), noch in einem akzeptablen Zustand. Allerdings war der Zustand bei den Schulmöbeln so, dass es Zeit wurde, hier einen Austausch vorzunehmen.

Dank der Spenden von MSV-Fans und einer Großspende von MSV-Fan Peter Schürer konnten wir Mitte Februar 2021 hier insgesamt für zwei Schulen neue Stühle und neue Tische in Auftrag geben (insgesamt 140 Tische und Stühle). Diese wurden im August 2021 fertiggestellt. Davon ging die Hälfte an die Secondary-School, da hier der Hilferuf des Schulleiters uns auf fehlende Schulmöbel aufmerksam machte. Es gab merh Schüler als Arbeitsplätze. Die andere Hälfte an die Primary School.

Die ausrangierten Stühle und Tische der Primary-School wurden komplett überarbeitet (in Eigenregie der Bewohner) und an eine andere Schule in Lutindi Ward in das Dorf Tamota gegeben, nachdem wir Kenntnis über die dortige dramatische Schulsituation erhalten haben. Diese ist so dramatisch schlecht, dass wir für die Unversehrtheit der Schulkinder große Gefahren sehen (Mehr dazu im Untermenue „Situation Tamota Primary School“).

Lutindi Mental Hospital

Zum Abspielen der Bilder im Großformat bitte auf ein Bild klicken

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Kennzahlen, Protokolle, Berichte Geschäftsjahr 2021

Geschäftsbericht Geschäftsjahr 2021 (Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021)

September 2021
Projektpräsentation bei den Oberhausener Rotariern
Anfang September erhielten wir die Möglichkeit, unsere Projektarbeit in einer Präsenzveranstaltung (mit zusätzlicher Liveübertragung) vor einem größerem Publikum vorzustellen. Wir haben von den Rotariern die Zusage über weitgehende Förderung unseres Projekts erhalten.

September 2021
Beauftragung eines tansanischen Architekten
Auf Basis des Vorstandsentscheides werden die Gewerke zum Bau des Kinderdorfes einem Generalunternehmer übertragen. Hierzu werden wir einen tansanischen Architekten mit der Überarbeitung vorliegender Baupläne (Anpassung an tansanisches Baurecht) und der Suche nach einem geeigneten Bauunternehmer beauftragen. Vor Auftragserteilung werden alternative Angebote geprüft. Anfang September hat der erste angesprochene Architekt unsere Unterlagen in Empfang genommen und bereits das Grundstück besichtigt. 

August 2021
Auslieferung der Schulmöbel an die beiden örtlichen Schulen
Insgesamt 150 Arbeitstische und 150 Stühle haben wir für die beiden örtlichen Schulen (Primary- und Secondary School) regional produzieren lassen, die Ende August 2021 an die Schülerschaft übergeben wurden. Die Schulleiter haben sich verpflichtet, dafür keine Nutzungsgebühren von den Eltern abzuverlangen.

August 2021
Charity-Golfturnier „Golfer helfen“
Bereits zum dritten mal richtete die Kanzlei am Kaiserberg zugunsten des ZAC e.V. dieses Charity-Golfturnier aus, an dessen Ende ein Reinerlös von über 12.000 Euro lag.

Juni 2021
ZAC ist einer der Gewinnern des Town & Country Stiftungspreises 2021
Zum mittlerweile vierten mal wird ZAC als einer der Preisträger des Town & Country Stiftungspreises benannt. Der Stiftungspreis ist mit 1.000,– Euro dotiert.

Juni 2021
Fertigstellung der „ZAC-Bridge“
Der Weg zu unserem Baurundstück wird von einem breiteren Bach unterbrochen, der in der Regenzeit viel Wasser führen kann. Damit unser späteres Kinderdorf sicher an den Ort angebunden werden kann und auch die Baufahrzeuge auf das Grundstück gelangen können, haben wir einen Brückenbau an dieser Stelle vorgesehen. Diese ist mit 25 Metern Länge und einer Breite von 5 Metern und zwei Durchflussröhren Mitte Juni 2021 feertiggestellt worden. Sie wird auch gerne von den Dorfbewohnern auf ihrem Weg zum Holzholen in den Wald genutzt.

Mai 2021
Fertigstellung der „Brücke der Solidarität“
Zur Sicherstellung eines sicheren Schulweges für die Kinder der Primary und der Secondary School hat der ZAC e.V. eine Brücke über den Bach, der in der Regenzeit zu einer Gefahrenstelle auf dem Schulweg werden kann, eine feste Brücke bauen lassen.

Mai 2021
Schulspeisungen
Die bereits freigegebenen Mittel zur nachhaltigen Unterstützung der Schulspeisungen für die beiden Schulen in Lutindi werden Anfang Juni nach Beendigung der kleinen Regenzeit nun mit der Beschaffung von Saatmitteln, Ackergeräten und der Vorbereitung der von uns zur Verfügung gestellten Ackerflächen eingesetzt. Hier können die beiden Schulen nun selber Lebensmittel zur Versorgung der Schülerinnen und Schüler anbauen. ZAC verfolgt dabei ganz konsequent den Weg der Agroforstwirtschaft. Dieser Weg wird auch späterhin auf der der eigenen Farm im Kinderdorf gelten.

Mai 2021
Abschluss des Näh-Programms
Im letzten Jahr schafften wir Dank der Spende des Weltladens Duisburg-Rumeln insgesamt 10 Nähmaschinen an, renovierten einen Raum im Lutindi Mental Hospital zwecks Umbau in einen Nähsaal und ließen Sitzgelegenheiten und einen großen Zuschneidetisch bauen. Im Februar engagierten wir einen gelernten Scheider, der den alleinerziehenden Frauen sowie Patientinnen des Lutindi Mental Hospitals das Handwerk des Schneidern beibringen sollte. Am 04.05.2021 war es dann soweit. Es stand die finale theoretische und praktische Prüfung an, die am Ende alle mit Bravour bestanden haben. Well done Ladies. Das Projekt wird in dieser Form weitergeführt, um speziell alleinerziehenden Frauen eine Möglichkeit zum Hinzuverdienst zu schaffen und den Patientinnen des LMH eine ergotherapeutische Maßnahme zu ermöglichen. Das Bild zeigt einen Teil der Frauen mit ihrem vorgegebenen Prüfergebnis. 

April 2021
Personaländerungen im Vorstand
Die kooptierten Vorstandsmitglieder Si-yeun-Hammerbacher und Georg F. Terbeck schieden nach Ablauf ihrer zweijährigen Kooptierungszeit turnusgemäß aus dem Vorstand aus. Als neues Vorstandsmitglied für die kommenden zwei Jahre wurde Nico Hoerster, Wuppertal, kooptiert, der schon mit der ersten Reisegruppe des HSBK seinerzeit noch als Technikerschüler in Lutindi war.

Februar 2021
Brücke der Solidarität für einen sicheren Schulweg 
Im Februar konnten wir die „Brücke der Solidarität“, so wie sie nach dem Willen der spendenden MSV-Fans in Anlehnung an das bekannte Duisburger Brückenbauwerk genannt wurde, fertiggestellt werden. Damit konnten wir eine für die Schulkinder gefährlich Bachquerung entschärfen, da der Bach in den Regenzeiten stark anschwellen kann und nur durch lose übergelegte Bretter passierbar war.

Januar 2021
Schulmöbel-Spende
Auf einen Hilferuf des Schulleiters der neu gebauten Secondary School reagiert der ZAC e.V. sofort. Es fehlen 75 Tische und Schüler, ohne die bereits gemeldete Schüler nicht am Unterricht teilnehmen können. Eine Sammlung der MSV-Fans ermöglicht am Ende die Erteilung eines Produktionsauftrages für die fehlenden Schulmöbel (hier ein Bild aus der Secondary School mit baugleichem Schulmobiliar). Die Auslieferung wird für Mai 2021 erwartet.

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Liste der Unternehmen und Personen, die im Geschäftsjahr 2021 mehr als 10% der Gesamtspenden beigetragen haben, bzw. die einen Betrag ab 1.000 Euro gespendet haben:

Peter Schnürer, Voerde                                                                                      €  2.000,–
DK Recycling und Roheisen GmbH, Duisburg                                                   €  2.000,–
Town & Country Stiftung                                                                                     €  1.000,–
Familie Bernardina und Hilmar Eller, Duisburg                                                   € 1.000,–

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Bilanz des Geschäftsjahres 2021
Die Bilanz des Geschäftsjahres 2020 wird uns frühestens im September 2022 von unserer Steuerberatungsgesellschaft zur Verfügung gestellt.

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Aktueller Freistellungsbescheid vom 28.07.2021

Freistellungsbescheid 2021-003
Veröffentlicht unter 2021

Einrichtung eines Gemeinschafts-Nähsaals

Im letzten Herbst 2019 spendete der Weltladen Duisburg-Rumeln dem ZAC e.V. 2.000 Euro für die Anschaffung von 10 Nähmaschinen für unser geplantes Projket „Nähsaal“.

Was uns vor das große Problem stellte, welchen Frauen wir diese begrenzte Anzahl Nähmaschinen zur Verfügung stellen können, ohne dass damit innerhalb der Community so etwas wie Neid bei denen aufkommt, die nicht bedacht werden können.

Wir haben, so glauben wir, eine gute Lösung herbeigeführt. Mit dem Leiter des Lutindi Mental Hospitals, Dr. Marwa, auf dessen Areal unsere tansanische NGO „C.B.R.O.“ auch ihren Sitz hat, trafen wir folgende Vereinbarung:

das Hospital stellt uns dauerhaft und kostenfrei einen für die Installation von 10 Nähplätzen entsprechend geeigneten Raum zur Verfügung, in dem die Maschinen aufgestellt und die Nähplätze eingerichtet werden. Der Raum wird auf unsere Kosten renoviert und hergerichtet. In diesem Raum bieten wir Nähkurse für interessierte Frauen aus Lutindi an, vorrangig Frauen, die sozial schlechtgestellt sind. Gleichzeitig können aber auch Patientinnen des Hospitals im Rahmen einer Ergotherapie hier eine Ausbildung zur Näherin absolvieren.

Neben dem Ausbildungsgedanken können die Nähmaschinen aber auch von den Frauen für eigene Näharbeiten genutzt werden. Stichwort „Nähmaschinen-Sharing“.

Wir als ZAC stellen zudem eine Erstausstattung an notwendigen Stoffen und Nähmaterialien. Damit sollen landestypische Produkte aus landestypischen Stoffen hergestellt werden (z.B. Schals, Umhänge, Shirts). Die Produkte können dann, so das Angebot des Weltladens Rumeln, im Weltladen verkauft werden und die Erlöse gehen zu 50% an die nähenden Frauen und zu 50% an das chronisch unterfinanzierte Lutindi Mental Hospital.

Wir haben das Dach des zugewiesenen Raumes reparieren, Wände verputzen und hell streichen lassen. In Daressalam wurden vorab zehn Nähmaschinen unterschiedlicher Baureihen (Butterfly und elektrisch) gekauft und nach Lutindi transportiert. Ein Schreiner baute einen großen Zuschneidetisch. 

Im Februar 2021 begann die erste Ausbildungsreihe mit einer 8er-Gruppe durch eine extra dafür engagierte Schneiderin. Weitere Gruppen werden folgen. Danach kann die selbständige Arbeit beginnen und wir das Projekt als abgeschlossen betrachten.

Eine schöne Möglichkeit für die Frauen, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern und für das Lutindi Mental Hospital, eine neue Therapie anzubeiten.

(Slideshow folgt)

„Brücke der Solidarität“ für einen sicheren Schulweg

Lutindi (bedeutet übersetzt aus der Sprache Suaheli: „Dorf in den Wolken“) besteht aus fünf einzelnen Dörfern mit einer Gesamteinwohnerzahl von rund 3.000 Menschen, aus denen die Kinder teils weite Wege zur Schule auf sich nehmen, um zur Primary School oder zur neu erbauten Secondary School zu gelangen. 

In der Regenzeit ist dieser Weg für den größten Teil der Kinder gefährlich, weil sie an einer Stelle den kleinen Bach queren müssen, der sich gerade in den beiden Regenzeiten zu einem reißenden Gewässer entwickeln kann. Die letzten Regenfälle haben nun der bestehenden „Brücke“, die sich aus dem einfachen Auflegen von losen Holzbrettern definierte, den Rest gegeben. Diese „Brücke“ muss auch von kleineren Fahrzeugen überquert werden.

Die stetigen Bemühungen der Dorfbewohner, dieses zusammengeschusterte Etwas dazu zu bewegen, nicht permanent freiwillig auseinanderzufallen, waren oft nur von kurzer Haltbarkeit gesegnet. Hier, so war uns schnell klar, musste eine Lösung her, und zwar eine dauerhafte und eine speziell für die Kinder sichere.

Also gaben wir unserem ZAC-Vertreter in Lutindi, Ombeni, den Auftrag zum Bau einer festen und damit sicheren kleinen Brücke, die, so der Wunsch unserer Unterstützer aus dem MSV-Umfeld, den sinnträchtigen Namen „Brücke der Solidarität“ in Anlehnung an die bekannte Duisburger Brücke erhalten sollte.

Materialien wurden alsbald im nahem Korogwe beschafft und in die Berge transportiert, das Bachbett erhielt kurzfristig ein neues Bett und zwei stabile Betonröhren wurden längs zur Flussrichtung des alten Bachbettes verlegt. Das Ganze wurde dann mit einer stabilen Betonplatte versehen und die Flanken wurden wieder mit Material angeschüttet.

Am 16.02.2021 wurde die „Brücke der Solidarität“ unter großer Beteiligung der Gemeinde, der Schulkinder und wichtiger Persönlichkeiten aus der Politik eingeweiht.

(Diashow folgt)
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Schulmöbel für die Secondary School in Lutindi

Wenn man sich die nachfolgenden Informationen zum Schulsystem und seinen Kosten vor Augen hält, sollte man immer im Hinterkopf haben, dass das Gros der Menschen in Tansania und damit auch speziell im ländlichen Raum Lutindi unter der Armutsschwelle liegt und der Verdienst bei Menschen, die Arbeit haben, am Tag so etwa zwischen zwei und drei Euro liegt.

Das mehrfach reformierte Schulsystem in Tansania, das sich in den grundlegenden Punkten am englische Schulsystem orientiert gliedert sich in vier Bereiche:

Die freiwillige Vorschule (kommt in etwa dem Kindergarten gleich)
Die Primary School – hier sind die Schuljahre 1 bis 7  angesiedelt
Die Secondary School – hier sind die Schuljahre 8-11 angesiedelt
Die University

Generell sind die Vorschule und die Primary School kostenfrei. Aber, es besteht schon in der staatlichen Primary School eine Schuluniformpflicht. Verpflegung und Schulsachen müssen ebenfalls privat finanziert werden. So kommen schon für die Primary School monatlich rund 35,– Euro je Kind an Kosten zusammen, die sich kaum ein einfacher Tagelöhner leisten kann. Es ist auch nicht unüblich, die Kosten für die Schulmöbel auch auf die Eltern umzulegen. Diese Kosten sind unterliegt je nach Schule und Region unterschiedlich..

Um auf die Secondary School zu kommen, müssen die Schüler überdurchschnittlich gute Noten aus der Primary School mitbringen, ansonsten werden sie abgewiesen.

Auf der Secondary School gibt es Tagesschüler (also die, die im direkten Umfeld wohnen) und Internatsschüler (also die, die aufgrund eines zu weiten Schulwegs in Räumlichkeiten der Schule übernachten). Schon für die Aufnahme müssen die Schülerinnen und Schüler hier rund 100,– Euro für die Erstausstattung aufbringen. Für eine(n) Tagesschüler(in) entstehen für die Eltern Kosten von rund 450 Euro pro Jahr und für eine(n) Internatsschüler(in) rund 650 Euro.

Auch die nachfolgenden Lehrjahre müssen bezahlt werden.

Alleine hier wird schon klar, wie vielen Kindern nur Zugang zu Bildung gewährt wird, weil die Eltern sich diese Kosten in der Regel kaum leisten können. In der Primary School wird Suaheli als Gemeinschaftssprache gelehrt (im Land werden über 125 unterschiedliche Sprachen gesprochen) und in der Primary School wird zusätzlich die Amtssprache Englisch gelehrt.

In Lutindi sind beide Schulen angesiedelt, eine Primary School, die schon viele Jahre besteht und die sich in einem allgemein schlechten Gesamtzustand befindet und seit 2020 auch eine neu errichtete Secondary School. Auch hier zieht der Staat sich bei der Finanzierung elementarer Basics zurück und überlässt den Schulen, bzw. den Eltern die Deckung von Kosten, die in einem gut funktionierenden Schulsystem von staatlicher Seite hätten gedeckt sein müssen.

So ist die Leitung der Secondary School an uns herangetreten mit der Bitte um finanzielle Hilfe bei der Beschaffung von 70 fehlenden Schulmöbeln (Tische und Bänke). Es gibt bereits jetzt über 50 Schüler, die keinen Sitzplatz/Arbeitstisch haben. 

Für uns war es keine Frage: wenn sich Schülerinnen und Schüler mit enormem Fleiß für die Secondary School qualifiziert haben, dann darf die weiterführende Ausbildung nicht daran scheitern, dass sie wegen fehlender Schulmöbel nicht am Unterricht teilnehmen können. Der ZAC e.V. übernimmt die Finanzierung zu 100% und dankt den Unterstützerinnen und Unterstützern aus dem Umfeld der Fans des MSV Duisburg für die großartige Unterstützung bei diesem Teilprojekt. Im August 2021 wurden die produzieren Möbel geliefert.

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